1945

Als die Truppen im März näher rücken, werden die Feuerwehren aus dem Bezirk Mödling durch die braunen „Nochmachthaber“ abgezogen. Unter dem Vorwand eines technischen Gebrechens gibt Kommandant Mayer dem Brandmeister Herdl den Befehl, sich von der abziehenden Kolonne zu lösen und nach Mödling zurückzukehren.

Dieser Befehl trägt dazu bei, dass der Brandschutz unter der Leitung Brandmeister Herdl und Althauptmann Anton Rachenzentner vorhanden ist.

Nach dem Abzug der deutschen Wehrmacht und dem Einmarsch der Roten Armee im April 1945, beginnt für die Feuerwehr die Stunde Null. Alles was nicht niet- und nagelfest im Zeughaus ist, wird geplündert. Aber schon im September kann Kommandant Mayer verschleppte Feuerwehrfahrzeuge aus Oberösterreich wieder zurück bringen. Bei einem Brand der Korksteinfabrik im November ist die FF Mödling erstmals wieder voll einsatzfähig.

Finanzielle Unterstützung kommt zu dieser Zeit weder aus der Stadt Wien, noch vom Land Niederösterreich. Keiner fühlt sich so recht für Mödling zuständig. Die Mittel für den Wiederaufbau der Feuerwehr wird hauptsächlich durch Spendensammlungen beschafft. So bringt gespendeter Wein der Mödlinger Weinhauer auf dem „grauen Markt“ Höchstpreise und mit dem Erlös kann Material für die Reperatur von Fahrzeugen angeschafft werden.

Die Feuerwehrremise gleicht einer Autoreparaturwerkstätte. In Kleinarbeit wird ein 1-C-Fiat-Auto restauriert, für das die Firma König&Bauer kostenlos Zahnräder für das defekte Differential fertigt. In ähnlicher Weise entsteht auch das erste Tanklöschfahrzeug.

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