Geschichte 1930-1949


1930

Das Jahr 1930

1930

Die bis zu diesem Jahre selbständige "Freiwillige Feuerwehr Vorderbrühl-Klausen" wird    in die FF Mödling eingegliedert.

Nach einer großen Schulübung im Hyrtl'schen Waisenhaus unterzieht sich die    Wehr, unter Kontrolle des N.Ö. Landesfeuerwehrverbandes, einer Wertungsübung    und erreicht die höchstmögliche Punktezahl.

Das Jahr 1932

1932

In diesem Jahr finden in der Bundeslehranstalt, der heutigen HTL, Kurse für Feuerwehrkommandanten aus NÖ statt.
Es werden neben der Steigerprüfung auch weitere Sondergruppen in die neue Grundausbildung integriert: eine Telegraphen- und Fernsprechabteilung, sowie ein Gasschutz-Zug mit schwerem Atemschutz.

Diese Kurse dienen später als Grundlagen für die Ausbildung an der Landesfeuerwehrschule.

Das Jahr 1934

1934

Durch die im Februar ausgebrochenen Unruhen wird im Zeughaus ein, durch Ausgehverbot bedingter, Tages- und Nachtdienst eingerichtet. Kranken- und Verletztentransporte, sowie die Versorgung des Krankenhauses mit Lebensmitteln, werden oft unter Lebensgefahr durchgeführt.
Das Jahr 1935

1935

Das Luftschaum-Löschverfahren wird eingeführt. (siehe heutiger Löschschaum)
Das Jahr 1937

1937

Anstelle des Kammhelmes tragen die Mödlinger Feuerwehrmänner den neuen Österreichischen Einheitshelm mit Spinne (siehe Feuerwehrhelme). Noch ahnt niemand, dass er ein Jahr später durch einen Feuerwehrstahlhelm des Dritten Reiches ausgetauscht werden wird.

Bei der Feuerwehr und Rettungsabteilung stehen neun Automobile im Dienst. Nur die LOBEG-Omnibuslinie (später Bundesbus) besitzt zu dieser Zeit mehr Kraftfahrzeuge in Mödlings Umgebung.

Das 70. Gründungsfest wird gefeiert. Österreich hat zu dieser Zeit 193.000 Arbeitslose.

Das Jahr 1938

1938

Am 13. März wird Österreich in das Deutsche Reich "eingegliedert".

Mit der am 18. Oktober vollzogenen Eingemeindung der Stadt Mödling in die neu geschaffene Stadt Groß-Wien wird die Feuerwehr Mödling der Feuerschutzpolizei Wien unterstellt, die Rettungsabteilung samt Fahrzeugen und Inventar vom Deutschen Roten Kreuz übernommen und sämtliches Barvermögen eingezogen.

Im Zuge der Verfolgung jüdischer Mitbürger wird 1938 die jüdische Synagoge in der Enzersdorferstraße in Brand gesteckt. Zum ersten Mal in der Geschichte der Feuerwehr, wird ihr die Bekämpfung eines Brandes verboten.

Das Jahr 1940

1940-1945

1940 wird der Feuerlösch- und Entgiftungsdienst im Rahmen der Luftschutzpolizei der "Gauhauptstadt Wien" mit 35 Bereitschaften errichtet. Der Bereitschaft Mödling gehören die Feuerwehren Mödling, Brunn/Gebirge, Maria Enzersdorf, Hinterbrühl, Guntramsdorf, Gumpoldskirchen, Biedermannsdorf und Laxenburg an. Bereitschaftskommandant ist Josef Mayer.

Das in Wr. Neudorf errichtete Flugmotorenwerk "Ostmark" wird bald zum bevorzugten Ziel der US-Bomber. Beim Ruf des "Kuckuck"- Warnzeichens aus dem Radio, flüchten verängstigte Menschen mit Autobussen und Lastkraftwägen aus dem gesamten Bezirk in Richtung Mödling, um den bombensicheren Luftschutzstollen in der Klausen zu erreichen.

Die Mödlinger Feuerwehr fährt nach dem Sirenenwarnsignal mit ihren Mannschaften und Fahrzeugen zu stets wechselnden Sammelplätzen im Stadtgebiet, wo sie mit den anderen Fahrzeugen der Bereitschaft auf den Einsatzbefehl wartet, der telefonisch aus der Befehlsstelle Kalksburg, oder mittels Kradmelder eintrifft.

Die meisten Einsätze werden während der Luftangriffe, sogar im Bombenhagel durchgeführt. Die Feuerwehrmänner jener Tage erleben dabei in kurzer Zeit mehr, als heutzutage im langjährigen Feuerwehrdienst.

Die im Stadtgebiet von Mödling angelegten Löschteiche müssen im Winter eisfrei gehalten werden. Gibt es nach Luftangriffen Schäden an den Wasserleitungen, hält die Feuerwehr durch Trinkwassertransporte eine Notversorgung aufrecht. Der normale Feuerwehrdienst muss selbstverständlich weiter reibungslos funktionieren.

Das Jahr 1945

1945

Als die Truppen im März näher rücken, werden die Feuerwehren aus dem Bezirk Mödling durch die braunen "Nochmachthaber" abgezogen. Unter dem Vorwand eines technischen Gebrechens gibt Kommandant Mayer dem Brandmeister Herdl den Befehl, sich von der abziehenden Kolonne zu lösen und nach Mödling zurückzukehren.

Dieser Befehl trägt dazu bei, dass der Brandschutz unter der Leitung Brandmeister Herdl und Althauptmann Anton Rachenzentner vorhanden ist.

Nach dem Abzug der deutschen Wehrmacht und dem Einmarsch der Roten Armee im April 1945, beginnt für die Feuerwehr die Stunde Null. Alles was nicht niet- und nagelfest im Zeughaus ist, wird geplündert. Aber schon im September kann Kommandant Mayer verschleppte Feuerwehrfahrzeuge aus Oberösterreich wieder zurück bringen. Bei einem Brand der Korksteinfabrik im November ist die FF Mödling erstmals wieder voll einsatzfähig.

Finanzielle Unterstützung kommt zu dieser Zeit weder aus der Stadt Wien, noch vom Land Niederösterreich. Keiner fühlt sich so recht für Mödling zuständig. Die Mittel für den Wiederaufbau der Feuerwehr wird hauptsächlich durch Spendensammlungen beschafft. So bringt gespendeter Wein der Mödlinger Weinhauer auf dem "grauen Markt" Höchstpreise und mit dem Erlös kann Material für die Reperatur von Fahrzeugen angeschafft werden.

Die Feuerwehrremise gleicht einer Autoreparaturwerkstätte. In Kleinarbeit wird ein 1-C-Fiat-Auto restauriert, für das die Firma König&Bauer kostenlos Zahnräder für das defekte Differential fertigt. In ähnlicher Weise entsteht auch das erste Tanklöschfahrzeug.

Das Jahr 1946

1946

Fiat- und Hansa-Lloyd-Pumpenfahrzeuge werden wieder hergestellt. Zeugmeister Ferdinand Weiss setzt die Freileitungen der Alarm-Klingelanlage wieder instand. Durch eine Notstromanlage ist der Betrieb auch bei Netzabschaltungen möglich.
Das Jahr 1948

1948

Am 1. Februar 1948 wird der Rettungsdienst als "Rettungskolonne vom Roten Kreuz" übernommen. Die Feuerwehrmänner sind zugleich auch als Rettungsmänner tätig.


1949


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