Geschichte 1950-1969


1950

Das Jahr 1950

1950

Der Umbau des Wachzimmers, von Wasch- und Duschräumen, sowie eines Magazins wird in Eigenregie durchgeführt. Es werden gebrauchte amerikanische Militäruniformen zu Feuerwehruniformen umgearbeitet.

Die Fahrzeuge werden mit neuen Folgetonhörnern ausgerüstet. Im Brauhof Mödling findet erstmals nach dem Krieg wieder der "Feuerwehrball" statt.

Das Jahr 1951

1951

Ein Bedford-Mannschaftswagen wird in Dienst gestellt. Die Wettkampfgruppe unter dem Gruppenkommandanten Josef Andre jr. tritt bei den 1. NÖ. Landesfeuerwehrwettkämpfen in der Stadt Haag an.

Das Jahr 1952

1952

3000 Zuschauer erscheinen beim Bezirksfeuerwehrtag am Mödlinger Sportplatz bei Wettkampf- und Einsatzvorführungen. Unter dem Gruppenkommandant Anton Rachenzentner erreicht die Mannschaft der FF Mödling den 1. Platz der Landesfeuerwehrwettkämpfe.
Das Jahr 1954

1954

Völlig überraschend ziehen im Juni die Sowjets ihr "Njet" zur Rückgliederung der Wiener Randgebiete zurück. Damit werden die Grenzen von 1938 wiederhergestellt. Die Dienststellen werden danach vom Land NÖ übernommen und anstelle der Polizei tritt die Gendarmerie. Die Freiwillige Feuerwehr ist wieder wie früher, jene der "Stadt Mödling". Die Feuerwehr ist zu diesem Zeitpunkt gut ausgestattet.
Das Jahr 1955

1955

Kaum ist das Außenminister Leopold Figls "Österreich ist frei!" vom Balkon des Belvederes in Wien verklungen, fahren Mödlinger Feuerwehrmänner auch schon nach Klagenfurt. Dort ersteigern sie vom abziehenden englischen Militär zwei Autos der Marke "Bedford", bringen sie nach Mödling und stellen eines davon bald darauf als Tanklöschfahrzeug in Dienst. Der Mann, der dies möglich machte ist der Automechaniker, Feuerwehrmann und spätere Garagenmeister: Karl Traxler (siehe heutige Reserve).

Mödling gewinnt zum dritten Mal hintereinander den 1. Platz bei den Landesfeuerwehrwettkämpfen und gelang dadurch endgültig in den Besitz des "goldenen Strahlrohres".

Das Jahr 1957

1957

Anlässlich des 90jährigen Gründungsfestes der Feuerwehr Mödling, wird der zweite Bedford Lastkraftwagen, nach Fertigstellung des feuerwehrtechnischen Aufbaus, als Rüstfahrzeug mit Seiltrieb für Bergungen in Dienst gestellt.

Von der Wiener Berufsfeuerwehr wird eine alte Magirus- Drehleiter erworben, mechanisch und motorisch renoviert, mit einer neuen Karosserie von einer weiteren Drehleiter versehen und voll Stolz bei der 90-Jahr-Feier in der HTL vorgeführt.

Der Festakt des 90igsten Bestandsjubiläums der Freiwilligen Feuerwehr findet im Liesinger-Brauhof statt. Feurwehrkommandant Landesfeuerwehrrat Josef Mayer erhält das vom Bundespräsidenten Adolf Schärf verliehene silberne Ehrenzeichen der Republik Österreich.

Durch die vielen Katastrophenfälle in Österreich, wird auch in Niederösterreich ein Katastrophen-Hilfsdienst unter dem Namen Feuerlösch- und Bergedienst (FuB, heute: KHD) eingerichtet. Landesfeuerwehrrat Josef Mayer wird zum Abteilungskommandanten der Gruppe Süd ernannt.

Das Jahr 1960

1960

In diesem Jahr werden die ersten zwei UKW-Sprechfunkgeräte in Fahrzeuge eingebaut, die Kommandokanzlei mit einer Funkfixstation ausgestattet und das Zeughaus mit einer Antenne versehen. Die Mobile Funkleitstelle "Florian 14" (auf Land Rover- Fahrgestell) stellt das LFK für den FuB- Dienst zur Verfügung.

Das Jahr 1962

1962

Eine weitere Steigerung der Brandeinsätze und technischen Hilfeleistungen auf 132 ist zu verzeichnen. Zur Verbesserung der Empfangslage für Sprechfunkverkehr, wird am Gebäude der Mödlinger Bühne eine Hochantenne errichtet, die durch eine im Zeughaus befindliche Fernsteuerung betrieben wird. Zwei Handfunkgeräte werden angekauft.

Einen großen Fortschritt in der Entwicklung der Brandbekämpfung bringt das Pulver-Löschverfahren. Kommandant Mayer erkennt die Bedeutung dieser Löschtechnik und stellt ein Universallöschfahrzeug in Dienst. Dieses ULF verfügt über eine 750kg Minimax- Pulverlöschanlage, einen 1000l Wasser-, 300l Schaum- Kombitank, sowie einer Hochdruck- und Normaldruckpumpe mit Schnelllöscheinrichtung. Die Bewährungsprobe zeigt beim Brand am Frachtenbahnhof im gleichen Jahr die hervorragende Löschwirkung dieses Verfahrens bei einem in Brand geratenen 40.000l Äthyl-Acetat- Tankwagenzug.

Beim Brand in der Lackfabrik Peter Stoll in Guntramsdorf verhindert der Einsatz von zwei Pulver-Strahlrohren eine Katastrophe größten Ausmaßes. Bei diesem Löschangriff zeichnen sich besonders die Kameraden Rudolf Andre und Werner Brixel aus, die nach der weiteren Explosion eines Behälters, schwere Brandwunden erleiden und trotz ihrer Verletzungen den Einsatz zu Ende führen.

Das Jahr 1964

1964

Aufgrund der ab diesem Jahr detaillierteren Einsatzdokumentation werden genauere Beschreibungen von Großschadensereignissen auf einer gesonderten Seite angeführt!
Das Jahr 1965

1965

Dieses Jahr bringt einen Großeinsatz bei einem Brand in der Lederfabrik Gumpoldskirchen, sowie Einsätze in der Mödlinger Korksteinfabrik beim Brand eines Kork-Silos und des Presskorkplatten-Lagers.

Die Renovierung des Zeughauses wird mit Unterstützung der Gemeinde durchgeführt.

Das Jahr 1967

1967

Das 100jährige Gründungsfest wird in der HTL Mödling gefeiert. Bei dieser Gelegenheit wird ein neues Tanklöschfahrzeug, Type Steyr 680, übergeben.

Die "Klingelleitungen", mit denen die Feuerwehrkameraden bis dato alarmiert    werden, können auf Grund von Kapazitätsproblemen der Post nicht mehr aufrecht    erhalten werden.

Das Feuerwehrkommando reagiert schnell: man entscheidet sich    zum Ankauf einer Funkalarmierungsanlage, der Ersten Österreichs.

Das Jahr 1969

1969

In der Jahres-Hauptversammlung vom 25. April wird Anton Rachenzentner zum Ehren-Feuerwehrkommandanten ernannt, Karl Ellmeier wird Kommandant- Stellvertreter, Männer wie Rudolf Andre, Joachim Giebner, Werner Rachenzentner, Werner Brixel und Alexander Grim profilieren sich als Führungskräfte.

Die Zahl der jährlichen Ausfahrten steigt auf 154, darunter ein Dachstuhlbrand in der Jakob Thomastraße, ein Großbrand in Götzendorf, Brände in der Brunner Glasfabrik, in Guntramsdorf, Wr. Neudorf und in der Hinterbrühl.

Ungebrochen scheint die Kraft des 76jährigen Feuerwehrkommandanten, Branddirektor Landesfeuerwehrrat Josef Mayer. Nach einem harmlos scheinenden Unfall und darauf folgender Krankheit, stirbt er am Tag vor seinem geplanten Dienstende, dem Silvestertag des Jahres 1969.
In seinen Aufzeichnungen findet man später den Beladeplan für das neue Rüstfahrzeug.

41 Jahre lang war er Feuerwehrkommandant.


1969


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