Geschichte 1991-2000


1991

Das Jahr 1991

1991

Nach einer Neuwahl wird das Kommando der Feuerwehr Mödling neu gebildet: Gerald Stöhr wird zum Kommandant (siehe Kommandanten), Franz Stangl zum 1. Stellvertreter und Martin Wagner (im Alter von 22 Jahren als jüngstes Kommandomitglied) zum 2. Stellvertreter gewählt. Leiter des Verwaltungsdienstes bleibt OV Werner Brixel.

Auch der seit Jahren geplante Bau der Bahnunterführung in der Schillerstraße wird von der Feuerwehr gefordert. Dieses Thema bleibt bis zum heutigen Tage aktuell.

Ehrenbrandrat Rudolf Andre stirbt nach schwerer Krankheit im 67. Lebensjahr. Er war seit 1942 ein aktives Feuerwehrmitglied und lenkte über 16 Jahre die Geschicke der Feuerwehr. Die letzte Ehre erweisen ihm unter anderem Vertreter des Landesfeuerwehrkommandos, Kameraden der umliegenden Feuerwehren, Kommandomitglieder der Partnerfeuerwehr Zottegem / Belgien und Honoratioren aus Stadt und Land.

Das erste Maifest wird veranstaltet. Es etabliert sich dank der positiven Reaktionen der Bevölkerung zum Fixpunkt des Mödlinger Veranstaltungskalenders.

Für die Versorgung der Fahrzeuge mit Luft und Strom in der Fahrzeughalle, werden ab diesem Jahr neue, weiterentwickelte Ablösekupplungen angeschafft.

Das Jahr 1992

1992

Das Feuerwehrmuseum wird adaptiert und mit einem weiteren Geschoß versehen.

Die Uniformierung der Feuerwehrmänner wird das zentrale Thema: Es wird auf neue, wasserabweisende Schutzjacken umgerüstet. Auch die Einsatzstiefel werden erneuert und Overalls angekauft.

Ein fünfter Bediensteter wird für die Bezirksalarmzentrale "Florian Mödling" aufgenommen. Die Bediensteten zu dieser Zeit: Werner Brixel, Michael Pleininger, Werner Hauser, Gottfried Träumer und Michael Träumer.

Der Fuhrpark der Feuerwehr Mödling umfasst zu dieser Zeit 12 Fahrzeuge. Die Fahrzeughalle soll sich aber in den nächsten Jahren noch weiter füllen.

Die Feuerwehrjugend Mödling feiert ihren 20. Geburtstag. Mit dabei Richard Berger, Wolfgang Friewald, Gregor Vondracek, Thomas Jacot, Michael Zwach und Marc André Richter. Michael Zwach (zweiter von rechts) leitet selbst die Jugend von 2002 bis 2006. 2006 wird er in das Kommando berufen und zum Oberverwalter bestellt. Marc Andre Richter arbeitet seit 2002 selbst als Jugendführer tatkräftig mit und übernimmt 2006 die Jugendführung gemeinsam mit Michael Schula.

Nach langen Bemühungen wird ein, großteils aus Mitteln des Katastrophenfonds finanziertes, schweres Rüstfahrzeug in Mödling stationiert. Erstmals wird damit ein Feuerwehrfahrzeug mit Automatikgetriebe in Dienst gestellt. Dies bewährt sich und wird in alle nachfolgenden LKWs der Feuerwehr Mödling eingebaut. Mit diesem Fahrzeug besitzt die Feuerwehr Mödling nun ihren ersten Ladekran.

Das Jahr 1993

1993

Ein Kommandofahrzeug VW Golf, zu 100% finanziert durch großzügige Spenden, wird in Dienst gestellt. Aber auch im EDV Sektor ändert sich einiges. Es wird in diesem Jahr ein Computer-Netzwerk installiert. Eine Einrichtung, welche heute nicht mehr wegzudenken ist. Auch mit der Erneuerung der Büroeinrichtung wird begonnen.

Die große Hauswartwohnung wird zu drei Kleinwohnungen umgebaut, um jungen Feuerwehrmännern den Start in ihr Leben zu erleichtern, sowie die Ausrückezeit in der Nacht minimieren zu können.

Der Hubsteiger, welcher 16 Jahre lang gute Dienste geleistet hat, erreicht das Ende seiner technischen Lebensdauer. Ein Nachfolgemodell wird nach Vorlage eines Finanzierungskonzeptes angeschafft.

Neue, den Sicherheitsanforderungen der Zeit entsprechende, Feuerwehrhelme werden angeschafft. Durch eine großzügige Spende der Firma Herold aus Mödling wird dieses Projekt für die Feuerwehr Mödling erschwinglich.

Der größte Bürogebäudebrand der Geschichte des Bezirkes brach in Wiener Neudorf aus. Das Verwaltungsgebäude der Firma Palmers wird zum Schauplatz eines "Alarmstufe 3" Einsatzes mit Feuerwehren aus dem Bezirk und Unterstützung aus Wien. Bei diesem Brandeinsatz wird die Druckbelüftung erstmals zur Löschunterstützung eingesetzt. Man war von diesem amerikanischen Verfahren noch nicht überzeugt. Durch die Druckbelüftung wurde zwar der Rauch aus dem Gebäude gedrückt aber auch das Feuer angefacht. So konnte der Brandherd ermittelt und rasch abgelöscht werden.

Das Jahr 1994

1994

Aufgrund langer Trockenheit bricht im Waldgebiet um die Meiereiwiese ein Brand aus. Ein mehrtägiger Großeinsatz beginnt, bei welchem sowohl Hubschrauber, als auch Flächenflugzeuge des Bundesheers und sämtliche Feuerwehren des Bezirkes Mödling und Umgebung tatkräftig unter der Einsatzleitung von OBI Martin Wagner ihr Bestes geben und so den Brand relativ rasch unter Kontrolle bringen können.

Die Feuerwehrjugendgruppe unter der Leitung von Bernhard Kocsis und Jürgen Bauer hat mittlerweile über 25 Mitglieder. Dies macht die Einrichtung eines eigenen, neuen Jugendraumes notwendig.

Das Jahr 1995

1995

Der Grundstein für ein Feuerwehr-Wohnhaus mit 13 Wohnungen wird am Areal der Feuerwehr Mödling gelegt. Damit wird die Ausrückegeschwindigkeit der Feuerwehr Mödling abermals erhöht.

Unter der Leitung von Zeugmeister BM Michael Pleininger wird in Eigenregie das Schlauchlager um- und ausgebaut. Die Ausrüstungsumstellung der Feuerwehr Mödling nimmt ihren Lauf: in diesem Jahr wird mit der Umstellung der Atemschutzgeräte auf Überdruck- und 2-Punkt-Masken-System begonnen.

Nach umfangreichen Planungsarbeiten und Lösung, mehrerer beim Bau aufgetretenen     technischen Problemen, wird das Tiefgaragen-Schnelleinsatzfahrzeug (ein KRF-S)  in Dienst gestellt.

Ein lang gehegter Wunsch der Feuerwehr Mödling geht in diesem Jahr, Dank des Mödlinger Gemeinderates in Erfüllung. Zu Ehren des lang gedienten, 1969 verstorbenen Feuerwehrkommandanten LFR BD Josef Mayer, wird die neu entstandene Quergasse beim Feuerwehrhaus am Schulweg nach ihm benannt. Die feierliche Enthüllung der Gedenktafel findet am Platz vor der alten Feuerwehr statt. Eine kleine Ausstellung, die an das Schaffen und Wirken Mayers erinnert, wird in einem Feuerwehrzelt eröffnet.

Das Jahr 1996

1996

Bei der Kommandantenwahl werden BR Gerald Stöhr (siehe Kommandanten) und ABI Franz Stangl in ihren Funktionen bestätigt. Klaus Berger wird zum 2. Stellvertreter gewählt.
Die Einsatzhäufigkeit nimmt zu und so wird die Gruppenalarmierung eingeführt (siehe Einsatzstatistik). Die Feuerwehr Mödling ist in 2 Züge zu je 3 Gruppen eingeteilt. Jede dieser Gruppen hat eine Woche Nachts von 19 Uhr bis 5 Uhr und am Wochenende von Freitag 19 Uhr bis Montag 5 Uhr Bereitschaft. In dieser Zeit werden zu "kleineren" Einsätzen wie z.B. dem Ortsverändern von PKWs o.Ä. nur die jeweils ca. 10 Mann der Bereitschaftsgruppe alarmiert.

Im gesamten Bezirk steigt die Zahl der Einsätze. Dies macht es notwendig die Bezirksalarmzentrale zu erneuern und bezüglich Ergonomie, Arbeitskomfort und Technik auf den neuesten Stand zu bringen. Verantwortlicher Offizier ist Gottfried Bauer.

Das Jahr 1997

1997

Eine Hochwasserkatastrophe sucht den Bezirk Mödling heim. Es werden FuB-Einheiten    aus dem Umland sowie Bergepanzer des Bundesheeres zur Unterstützung angefordert. Die Feuerwehrkameraden    aus Mödling sind in und um Mödling von Montag bis Donnerstag nahezu durchgehend    im Einsatz. Viele Feuerwehrmänner sind am Rande der Erschöpfung. In der     Lichtensteinstraße unterspült der mittlerweile reißende Mödlingbach eine Hausmauer und einige Häuser    sind vom Keller bis zum Erdgeschoss mit Wasser gefüllt.

Dieses Jahr werden die ersten beiden Kranfahrzeuge des Landesfeuerwehrverbandes ausgeliefert. Stützpunkt eines dieser Fahrzeuge ist Mödling. Aus diesem Grund muss auch ein neues Wechselladefahrzeug angekauft werden, da die Materialien und Anschlagmittel in einem Containter mitgeführt werden. Auch ein neues Tanklöschfahrzeug als Ersatz für den veralteten Tank 2 wird angekauft. Für das Maifest ist ein großer Festakt mit Fahrzeugsegnung geplant.

Doch es kommt anders:

Ein folgenschwerer Verkehrsunfall in der Nacht vor dem Maifest fordert das Leben unseres langjährigen Kameraden Gerhard Kässmann. Sein Beifahrer überlebt mit schwersten Verletzungen und kann nach einer langen Rehabilitationsphase seinen Dienst als Feuerwehrmann wieder aufnehmen.
Im Rahmen des Maifestes werden die drei neu in Dienst gestellten Fahrzeuge gesegnet. Der geplante Festakt wird zu einem Trauergottesdienst. Der Verlust und der Schock, aber ganz besonders die Angst um den schwerst verletzten Kameraden, drückt die Stimmung.

Durch einen Unfall während eines Fahrsicherheitstrainings muss die Bestellung eines weiteren Tanklöschfahrzeuges vorgezogen werden. Eigentlich hätte das Fahrzeug erst 1998 bestellt werden sollen, aber jemand hatte es eiliger. Noch im gleichen Jahr wird ein baugleiches TLF, ebenfalls mit einem 4000 Liter fassenden Wassertank bei der Firma Marte bestellt.

Bei den Feierlichkeiten zum 130. Bestandsjahr wird BR Gerald Stöhr zum Branddirektor der Stadt Mödling ernannt.

Das Jahr 1998

1998

Im Mai wird das im Vorjahr bestellte Tanklöschfahrzeug in Dienst gestellt. Einziger Unterschied ist die auf dem Dach des Fahrzeuges befindliche dreiteilige Schiebleiter mit pneumatischer Absenkung. Der Tank 1 ist wie der Tank 2 auf MAN aufgebaut und hat eine höchstzulässige Gesamtmasse von 18 Tonnen. Ebenso wird 1998 das neue Kommandantenfahrzeug, ein VW Golf 4, in Dienst gestellt. Dieses Fahrzeug dient dem Kommandant als Dienstfahrzeug für Aktivitäten aller Art.
Ein sechster Bediensteter wird als Werkstattdienst eingestellt. Dieser ist eine große Unterstützung für die Sachgebiete, besonders für den Fahr- und den Zeugmeister.

Das Jahr 1999

1999

Eine groß angelegte Waldbrandübung an einem Samstag im Sommer sorgt für regen Flugbetrieb über Mödling. Feuerwehrmänner üben gemeinsam mit Lufteinheiten des Bundesheers den Ernstfall und werden von Hubschraubern in das Übungsgebiet geflogen. Flächenflugzeuge löschen im Vorbeiflug mit Nebeltöpfen markierte "Brandherde".
Das Jahr 2000

2000

In diesem Jahr wird der BUS II - ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) auf VW Caravelle T4 aufgebaut - in Dienst gestellt.

Im Saal des WIFI Mödling findet der Bezirksfeuerwehrtag statt. Michael Zwach wird zum Verwalter des Bezirksfeuerwehrkommandos befördert.


2000


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