BMASK Info
Datum: 07.05.2010

Warnung vor Gefahren durch Ethanol-Öfen

Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz warnt vor Gefahren durch Ethanol-Öfen

Schwere Unfälle auch in Österreich

Seit einiger Zeit werden so genannte Ethanol-Öfen oder Ethanol-Kamine am Markt angeboten. Diese Öfen dienen vor allem zu Dekorationszwecken, aber auch als Zusatzheizungen z.B. für Passiv-Häuser. Sie verfügen über keinen Abzug und werden mit flüssigem Ethanol (Bio-Ethanol, Spiritus) betrieben. „Offenes Feuer führt in Kombination mit einem flüssigen, händisch nachzufüllenden Brennstoff immer zu hohen Risken“, stellen die ExpertInnen des BMASK dazu fest. „Besonders kritisch ist das Nachfüllen, wobei es zu explosionsartigem Aufflammen kommen kann“. Neben der Verpuffungsgefahr bestehen Risken auch durch die für den Wohnbereich oft zu hohen Flammen, der meist freien Zugänglichkeit zum Feuer und manchmal geringer Standfestigkeit. Schließlich ist mangels Kaminanschluss unter Extrembedingungen auch die Gefahr einer CO bzw. CO2-Vergiftung zu berücksichtigen.****

Bei einem aufsehenerregenden Fall im europäischen Ausland stürzte ein an der Wand befestigter Ethanol-Ofen auf eine darunter befindliche Konsumentin – durch das Feuer hatten sich die Befestigungsschrauben erhitzt bis die Kunststoff-Dübel in der Mauer geschmolzen waren und dem Ofen keinen Halt mehr geben konnten. Die Konsumentin erlitt dabei schwerste Verbrennungen. Auch in Österreich sind bereits mehrere Unfälle mit Schwerverletzten bzw. Brände dokumentiert.

Das Preisspektrum für Ethanolöfen reicht von etwa 10 bis mehrere 1000 Euro. Der Heizzweck ist dabei nachrangig, vielmehr geht es um ein dekoratives Element im Wohnbereich oder häufig auch in Hotel-Lobbys.

Zur Zeit finden internationale Bestrebungen statt, technische Anforderungen an Ethanol-Öfen festzulegen. Diese werden v.a. die Standfestigkeit, den Aufstellungsort, das Nachfüllen des Brennstoffes und die Zugänglichkeit regeln. Darüber hinaus könnten auch Verbote nötig werden, so fern die Risikobewertung zeigt, dass diese Produkte nicht sicher betrieben werden können.

Wer schon jetzt einen Ethanol-Ofen betreibt und darauf nicht verzichten will, sollte jedenfalls

– auf die Standfestigkeit des Ofens und die Dichtheit der Brennkammer achten, – den Aufstellungsort prüfen (werden Gegenstände in der Nähe oder Wandverkleidungen etc. übermäßig erhitzt), – gegebenenfalls eine solide, hitzeresistente Wandbefestigung verwenden, – auf gute Raumlüftung achten, – den Brennstoff-Vorrat sicher lagern (nur geringe Mengen, nicht in der Nähe des Ofens, für Kinder unzugänglich) – den Zugang zum Ethanol-Ofen insbesondere für Kinder sperren und vor allem – höchst vorsichtig beim Nachfüllen sein (ist die vielleicht kaum sichtbare Flamme tatsächlich aus, gibt es keine andere Zündquelle, sind keine anderen Personen in der Nähe etc.), empfehlen die ExpertInnen des Konsumentenschutzministeriums. (Schluss)

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
Mag. Elisabeth Kern, Pressesprecherin des Sozialministers
Tel.: (01) 71100-2247
www.bmask.gv.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/46/aom

Link: Original-Bericht

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